Furth
Montag, 15. Juni 2015

Feuerwehrgroßübung - Wie im richtigen Leben

Vor kurzem veranstalteten die drei Freiwilligen Feuerwehren  der Gemeinde Furth eine eigene Großübung, die durch den Einsatz von Pyrotechnik zur Überraschung aller Teilnehmer eine besondere Effektivität erhielt.

Kurz vor 19 Uhr wurden die Wehren von Furth und Arth zu einem PKW-Brand beim „Hintermeier“ – so der Hausname – nach Vorderhaid gerufen. Es stellte sich nun kurz die Frage: Stimmt hier nun der Name oder die Einöde. Den derzeitigen Hintermeier gibt es nur einige hundert Meter weiter in Mitterhaid. Die Antwort ergab sich von selbst: Denn die schwarze, hoch aufsteigende Rauchsäule war schon weithin – wegen der Anhöhe – über das Pfettrachtal hin zu sehen, sie befand sich beim jetzigen Besitzer Eichstetter

Szenario: Ein Spaziergänger hatte vom Höhenweg bei Hinterhaid Rauch beim Vordhaider Hof entdeckt. Beim Näherkommen sieht er einen total brennenden PKW und meldet bei der ISL diesen Brand. Hierbei wurde von ihm übersehen, dass sich auch aus einem Stallgebäude Rauch entwickelt hat. Furth wurde alarmiert und Arth als Unterstützung beim Atemschutzgeräteträgereinsatz. Bei Ankunft an der Einsatzstelle wurde der Brand am Gebäude festgestellt. Eine hilflose und unter Schock stehende Frau teilte mit, dass sich im Gebäude vermutlich noch Personen befinden und will unter allen Umständen zurück ins Gebäude um zu helfen, einige Feuerwehrmänner hatten alle Mühe, dies zu verhindern und die um sich schlagende Person zu beruhigen. Eine Person konnte gerettet und eine weitere nur noch „tot“ geborgen werden.
   Kaum hatten die Einsatzkräfte hier das Geschehen einigermaßen unter Kontrolle – die Einsatzleitung hatte Daniel Eibel von der zuständigen Wehr Arth – erfolgte von einer Freizeitreiterin ein Hinweis aus Anglhub, dass sich ein aus Schatzhofen kommender „PKW  überschlagen“ hat; eine Person ist im Fahrzeug eingeklemmt. Die Feuerwehr Schatzhofen hatte die Einsatzstelle abgesichert und versucht, bis Eintreffen von Unterstützung aus Furth das Fahrzeug zu sichern. Nachdem sich die Mannschaft der Stützpunktfeuerwehr geteilt hatte, - die eine Besatzung blieb bis zur restlosen Bekämpfung des Brandherdes in Vorderhaid -, fuhr die zweite Mannschaft mit dem Einsatzwagen nach Anglhub, wo die eingeklemmte Person mit einem Rettungsspreitzer befreit werden musste.
Zur Information: Die Freiwillige Feuerwehr Stadt Abensberg kam mit dem Versorgungs-LKW, Pumpen und Brandmaterial mit den beiden Kommandanten Konrad Bauer (1.) und Hubert Gigl (2.) und unterstützte die Brandübung technisch und beraterisch. Dies war nur durch die guten Beziehungen von Bürgermeister Andreas Horsche möglich, welcher bei seiner Tätigkeit in der Kommune der Stadt Abensberg dort selbst Mitglied bei der Feuerwehr war.
   Bei der Abschlussbesprechung am Gerätehaus in Arth wurde ein „positives Fazit“ gezogen. Der Einsatz sei gut organisiert gewesen und der Ablauf „ohne größere Probleme“ vonstattengegangen, bekundeten die aufmerksamen Beobachter aus Abensberg. Vor allem die Führungsstruktur habe gut gepasst, war zu vernehmen. Besonders habe es ihn gefreut, dass alle angeforderten Wehren sich aktiv am Einsatz beteiligen konnten. Das sei bei einer Übung äußerst wichtig, meinte Furths Bürgermeister Andreas Horsche, unter dessen Regie die gemeindeinterne Großübung erfolgte.  -bac-