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Furth
Donnerstag, 01. Juni 2017

Neophyten in der Gemeinde - nun auch der Japanische Knöterich


Ziemlich genau vor einem Jahr haben wir über gefährliche und hochinvasive (einheimische Arten verdrängende) Pflanzen informiert. Zu Riesenbärenklau und indischem Springkraut gesellt sich nun der Japanische Knöterich hinzu. Die Pflanze ist zwar für den Menschen ungefährlich, jedoch breitet sie sich durch ihre unterirdischen Wurzeln. Unter der Bodenoberfläche, in mehreren Schichten übereinander, bildet diese Pflanze horizontale Rhizome („Kriechsprosse“) aus. In Deutschland ist das Ausbringen nach dem Bundesnaturschutzgesetz verboten. 

Die Bekämpfung des Japanischen Staudenknöterichs ist aufgrund seiner Rhizombildung schwierig. Das mühsame Ausreißen der Erdkriechsprosse ist nach deren Verholzung und wegen ihrer Brüchigkeit kaum praktikabel. Werden Knöterich-Arten mindestens einmal monatlich gemäht, werden den unterirdischen Sprossteilen allmählich die Energiereserven genommen und die Pflanzen „verhungern“ nach mehrjährigen Bemühungen. Um eine weitere Ausbreitung zu verhindern dürfen die Pflanzenteile nicht über die Biotonne beseitigt werden, sofern sie „schlafende Augen“ aufweisen. Neben den arbeitsaufwendigen mechanischen Verfahren – die in der Regel nur unbefriedigende Ergebnisse zeigten – wird der Staudenknöterich mit Breitbandherbiziden wie Roundup kontrolliert. Dabei hat sich die selektive Injektion von Roundup in die unteren Segmente der Pflanze als wirkungsvoll erwiesen. 

Bitte informieren Sie die Eigentümer betroffener Gebiete und Flächen soweit bekannt, oder informieren Sie die Verwaltung der VG Furth über festgestellte Standorte (derzeit im Bereich Entwies-Siedlung/Starenweg). Wir werden die Eigentümer bitten die Pflanzen einzudämmen. Eine rechtliche Handhabe für ein Einschreiten der Gemeinde besteht mangels Gefahr für Mensch und Tier nicht.