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Februar 2012:

MODIMIDOFRSASO
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DAS WICHTIGSTE

Energie

Das sich abzeichnende Ende der fossilen Energien oder deren Verknappung, die Gefährdung durch Atomkraftwerke mit der ungeklärten Entsorgungsproblematik und der schon eingetretene Klimawandel verlangen rasches und konsequentes Handeln. Die Bürgerinnen und Bürger der Gemeinde Furth bei Landshut sind auf dem Weg zu einer verantwortbaren Energieversorgung schon ein gutes Stück vorangekommen und können zeigen, dass eine Energieversorgung allein mit den Erneuerbaren möglich ist.
Bereits seit 1980 gibt es in der Gemeinde eine Gruppe von Engagierten, denen die Energiewende am Herzen liegt. Es wurden Vorträge und Sonnenkollektorbaukurse organisiert, die weit über die Gemeinde hinauswirkten. Regelmäßig wurde von 1982 bis 2007 der „Sonnenenergietag“ durchgeführt, die wohl älteste Veranstaltung dieser Art in Deutschland mit einem Vortrags-, Ausstellungs- und Besichtigungsprogramm von Anlagen in der Praxis. 1996 erstellte die Fachhochschule Weihenstephan eine Potenzialstudie zu erneuerbaren Energien mit dem damals viele erstaunenden Ergebnis, dass eine 100 %ige Versorgung der Gemeinde mit Erneuerbaren machbar ist.
Furth entwickelte sich zu „dem“ Solardorf in Niederbayern. Mit dem Gemeinderatsbeschluss 1999, an der EU-Kampagne „100 Gemeinden in Europa mit 100 % erneuerbarer Energie“ teilzunehmen, erhielt die Further Energiewende einen Schub. Als erste deutsche Gemeinde hatte Furth damit eine 100 %ige Versorgung mit erneuerbaren Energien für Wärme und Strom beschlossen. Von dem hochgesteckten Ziel konnten inzwischen etwa 80 % bei Wärme und 40 % bei Strom erreicht werden. So existieren derzeit ca. 3.000 qm Sonnenkollektoren, 12.000 qm Photovoltaikanlagen, ein Hackschnitzelheizwerk mit 800 kW Nennleistung, zahlreiche moderne kleinere Biomasseheizanlagen und eine 240 kW Biogasanlage mit Nahwärmenetz. Es gibt ein kommunales Energiesparprogramm für öffentliche Gebäude und eine allgemeine Energieberatung. In der Gemeinde wurde die Idee „Bürgersolarkraftwerk“, also private Anlagen auf öffentlichen Dächern, entwickelt und äußerst erfolgreich „exportiert“. In den letzten 12 Jahren wurden in der Gemeinde über 10 Millionen Euro in Erneuerbare und Energieeinsparung investiert und damit die lokalen und regionalen Wirtschaftskreisläufe ganz erheblich und spürbar gefördert. Das Geld dafür stammt überwiegend und direkt von verantwortungsbewussten Bürger/innen aus dem nahen Umkreis. Die Bemühungen in der Gemeinde um eine nachhaltige Entwicklung gehen weit über die Energieversorgung hinaus und haben auch außerhalb große Anerkennung gefunden.